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HANNAH WEISS GROUP
Hannah Weiss (Foto: Sophie Wanninger)

Das Münchner Quartett um Hannah Weiss bewegt sich zwischen jazz-, poppigen und elektronischen Klängen. Ihre Stimme findet sich melodiös und einfühlsam zwischen Jazzakkorden, Synthesizern und verzerrten Instrumenten ein. Die Band, die sich während des gemeinsamen Studiums an der Münchner Hochschule für Musik und Theater kennengelernt hat, lotet die musikalischen Möglichkeiten zwischen jazz-poppigen und elektronischen Klängen aus. Dazu eine makelloser Gesangstechnik, melodiös und einfühlsam zwischen Jazzakkorden, Synthesizern und verzerrten Instrumenten.

Hannah Weiss kam vor allem durch ihre Familie zur Musik. Da gab es eine Konzertpianistin als Urgroßmutter, die Mutter führte Opernregie, der Vater der Stiefmutter war Jazztrompeter. Klassische Musik, Jazz, Pop gehörten zum Alltag in Kinderzeiten. Geboren in Wuppertal, aufgewachsen in Zürich führte sie das Studium nach München in die Klassen von Anne Czichowsky und Sanni Orasmaa, vor allem aber in die Gesellschaft Gleichgesinnter, die die Community rund um die Hochschule zu einem derzeit sehr agilen Talentpool haben werden lassen.

Unterschiedliche musikalische Backgrounds fließen in dieser Formation zusammen. Sam Hylton ist amerikanischer Jazzpianist, der dem elektronischen Jazzquintett Ark Noir angehört, das bei Enja zwei Alben veröffentlicht hat und stilistisch zwischen Jazz, Fusion und Postrock changiert. Auch der deutsch-japanische Bassist Robin Jermer spielt in diesem Quintett. Der Schweizer Flurin Mück am Schlagzeug spielt unter anderem in der bayerischen Band “Dreiviertelblut”, die ihre Musik als “folklorefreie Volksmusik” bezeichnet.

Das Debütalbum “Terra” (2022) verbindet viele Wege, Erzählungen und Konzepte miteinander, entzieht sich allen Versuchen einer Kategorisierung. Es gibt viele Möglichkeiten, eine Frage zu formulieren. Die unverschlossensten, vielleicht schönsten kann man auf dieser Aufnahme hören. Die Stimme kann nicht nur kühl und warm, sie deckt vielmehr sämtliche Temperaturbereiche ab. Sie balanciert gekonnt auf Zwischentönen und klingt bei allem für sie typischen Timbre immer wieder neu und überraschend anders – sodass auch ohne Text sofort klar wird, worum es hier geht. Um Angst, um Flucht und Hunger und Schmerz. Und um Liebe, Sehnsucht und Hingabe.

„Hannah Weiss hat dieses Charisma des künstlerisch Unbedingten.“ (Ralf Dombrowski, Süddeutsche Zeitung)

Hannah Weiss – Gesang
Sam Hylton – Piano
Robin Jermer – Bass
Flurin Mück – Schlagzeug

Das Programm des 2. Halbjahres wird hier in Kürze veröffentlicht.